Formvorschriften der Lieferantenerklärung

Bei Lieferantenerklärungen ist der Wortlaut verbindliche vorgegeben. Die Angabe der Rechtsgrundlage “Durchführungsverordnung (EU) 2015/2447” ist nicht erforderlich. Der Zoll bietet eine Übersicht der Wortlaute von Lieferantenerklärungen auf seiner Internetseite an.

Form der Lieferantenerklärung

Die Lieferantenerklärung kann in verschiedenen Formen abgegeben werden:

  • Formular (erhältlich beispielsweise bei den Industrie- und Handelskammern)
  • auf der Rechnung
  • zugehörigen Lieferschein
  • sonstigen Handelspapier

Wichtig ist, dass die Waren so bezeichnet werden, dass der Bezug zur Ware eindeutig erkennbar ist, die sogenannte Nämlichkeit.

Muss eine Lieferantenerklärung unterschrieben werden?

Eine weitere Formvorschrift ist, dass Lieferantenerklärungen im Original unterzeichnet werden. Dies ist nicht erforderlich, wenn sowohl die Erklärung als auch die Rechnung elektronisch erstellt werden. In diesem Fall sind weitere Dinge zu beachten.

Die Unterzeichnung der Lieferantenerklärung ist nicht notwendig, wenn diese elektronisch authentisiert werden kann. Die Form der Authentisierung wird zwischen Empfänger und Lieferant vereinbart. Ein Lieferant kann sich gegenüber dem Empfänger auch verpflichten, die volle Verantwortung für jede Lieferantenerklärung zu übernehmen, die ihn so ausweist, als ob er sie handschriftlich unterzeichnet hätte.

Der Verantwortliche für die Abgabe der Erklärung muss anhand entsprechender Angaben in der Lieferantenerklärung erkennbar sein. Die Verpflichtungserklärung wird von der Zollstelle nicht geprüft.

Eine Lieferantenerklärungen kann auch nachträglich abgegeben werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.